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18. Dezember 2024

Lastspitzenkappung: Kosten senken mit Batteriespeichern

Batteriespeicher – zur Kostensenkung. Bild: © MS/KI - stock.adobe.com

 

Wenn ein Unternehmen zu bestimmten Stoßzeiten eine große Menge Energie benötigt, nennen das die Fachleute „Lastspitze“, „Peak“ oder „Spitzenlast“. Dieser Belastungshöhepunkt beim Stromverbrauch entsteht zum Beispiel, wenn im Produktionsprozess plötzlich mehrere Maschinen gleichzeitig hochgefahren werden müssen. Diese Höchstforderung belastet das Stromnetz, denn der Betreiber muss sicherstellen, dass dieser Kraftakt auch jederzeit schadlos über die Bühne gehen kann.

 

Teure Leistungsspitzen

Das bedeutet: Jede Lastspitze schlägt sich teuer auf der Stromrechnung nieder, denn – selbst  wenn die Leistung nur kurz abgerufen wird – muss die gesamte Netz-Infrastruktur genau dafür ausgelegt sein. Somit kann ein einziger Moment des erhöhten Energieverbrauchs die Kosten für die gesamte Abrechnungsperiode in die Höhe treiben. Stromversorger müssen die Leistung, selbst wenn sie nur kurz abgerufen wird, sicherheitshalber dauerhaft vorhalten – und es ist aus Lieferantensicht schlicht nicht planbar, ob und wann die nächste Spitze kommt. Energieversorgungsunternehmen lassen deshalb in der Regel in die Gesamtkosten neben dem generellen Arbeitspreis auch einen speziellen Leistungspreis einfließen, der diese Vorkehrungen zur Abdeckung der Lastspitzen einrechnet.

 

Weniger Peaks heißt geringere Kosten

Das bedeutet konkret: Bei einem Jahresverbrauch von mehr als 100.000 kWh berechnet der Energieversorger einen Arbeits- und einen Leistungspreis. Der Arbeitspreis wird dabei pro kWh und der Leistungspreis anhand des maximalen Leistungsmittels innerhalb von 15-Minuten-Intervallen in kW berechnet. Überschreitet das Leistungsmittel das Maximum nur in einem Intervall, muss der Verbraucher einen erhöhten Leistungspreis entrichten. Je nach Abrechnungszeitraum kann dieser bis zu einem ganzen Jahr anfallen.

 

Peak Shaving – zu deutsch Lastspitzenkappung – hilft dabei Energiekosten zu sparen. Bild: © MS Peak Shaving – zu deutsch Lastspitzenkappung – hilft dabei Energiekosten zu sparen. Bild: © MS

 

Dauerhaft gestiegene Netzentgelte

Dazu kommt: Durch die erhöhte Netzbelastung müssen auch die Vorkehrungen zur Netzertüchtigung vorangetrieben werden. Unter anderem diese Kosten fließen in die sogenannten Netzentgelte. Das führt in Summe dazu, dass diese Netzentgelte in den vergangenen mehr als zehn Jahren stetig angestiegen sind. Die stark steigenden Netzentgelte wirken sich darüber hinaus empfindlich auf die Preisgestaltung des Leistungspreises der Energieversorger aus. Für Unternehmen und Gewerbetreibende bedeutet dies eine weitere Erhöhung ihrer Energie- und damit Betriebskosten.

 

Batteriespeicher zur Lastspitzenkappung

Batteriespeicher schaffen hier Abhilfe durch physikalische Lastspitzenkappung oder mit der Lastspitzenkappung mit registriertem Lastgang (RLM). In beiden Fällen wird der Strombezug von Anlagen und Maschinen so gesteuert, dass die benötigte Energie bei Lastspitzen direkt aus dem Batteriespeicher und nicht aus dem Netz abgerufen wird. So werden Lastspitzen bei der physikalischen LSK gekappt und bei der LSK RLM dynamisch kompensiert. In beiden Fällen wird dadurch die Einstufung in einen erhöhten Stromtarif vermieden, was die Betriebskosten senkt. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Senken der Kosten für Netzentgelte
  • Vermeidung der Einstufung in einen teureren Tarif
  • Senkung der Betriebskosten
  • Bei der Lastspitzenkappung via RLM noch effizientere Speicherausnutzung und schnellere Amortisierung der Investition

Tritt eine Lastspitze über einem definierten Grenzwert auf, wird diese durch den Batteriespeicher gekappt. Der Speicher stellt entsprechend den nötigen Strom zur Verfügung. Der Netzbezug wird so innerhalb des definierten Werts gehalten. Der Speicher wird im Anschluss wieder kontinuierlich aus dem Stromnetz oder der PV-Anlage beladen.

 

Stadtwerke als Planungspartner

Für diese hocheffiziente Methode des „Peak Shaving“ (von englisch shave für rasieren) stehen die Stadtwerke Soest als kompetenter und engagierter Partner zur Verfügung. Physikalische Lastspitzenkappung (LSK) durch Batteriespeicher spart somit signifikant Betriebskosten, die dafür sorgt, dass sich die Investition in den Speicher vergleichsweise zügig – oft schon nach wenigen Jahren - amortisiert. Zusätzlich entstehen eine bessere Kontrolle der Energiekosten, mehr Energieeffizienz und eine messbare CO2-Reduktion.

 

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Henrik Volmar

EDL Leitung Elektrische Systeme

Telefon 02921 392-229

H.Volmar@stadtwerke-soest.de